Perlen barocker Klangkunst
- Samstag, 26. September 2026 — 19:30 Uhr Reformierte Kirche Eglisau, Chilengass 10, 8193 Eglisau
- Sonntag, 27. September 2026 — 17:00 Uhr Reformierte Kirche Andelfingen, Kirchweg 4, 8450 Andelfingen
Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel vereint dieses Konzert drei herausragende Zeugnisse barocker Vokalmusik aus Deutschland, Italien und England – zugleich Ausdruck einer Epoche, die trotz nationaler Prägungen von einem gemeinsamen musikalischen Denken getragen ist.
Johann Sebastian Bachs Kantate „Lobe den Herrn, meine Seele“ (BWV 69a) entstand in Leipzig und gehört zu seinen festlichen Kirchenwerken. Der Text greift den Psalm 103 auf und entfaltet in eindrucksvoller Klangarchitektur ein musikalisches Lob Gottes, das sich in strahlenden Chören und bewegten Arien widerspiegelt.
Antonio Vivaldis „Magnificat“, vermutlich für ein venezianisches Mädcheninstitut komponiert, vertont den Lobgesang Marias aus dem Lukasevangelium. In knappen, kontrastreichen Sätzen verbindet Vivaldi eindringliche Schlichtheit mit dramatischer Zuspitzung und schafft so eine charakteristisch italienische Klangsprache zwischen Andacht und theatralischer Wirkung.
Georg Friedrich Händels „Dixit Dominus“, 1707 während seines Italienaufenthalts entstanden, gehört zu den frühesten geistlichen Hauptwerken des Komponisten. Die Vertonung des Psalms 110 beeindruckt durch ihre aussergewöhnliche Energie, virtuose Chorsätze und starke Kontraste, die bereits Händels spätere Meisterschaft ahnen lassen.
In der Gegenüberstellung dieser drei Werke wird die Vielfalt des europäischen Barocks hörbar: unterschiedliche nationale Traditionen treten in einen lebendigen Dialog und verbinden sich zu einem facettenreichen Gesamtbild geistlicher Musik zwischen Feierlichkeit, Ausdruckstiefe und klanglicher Pracht.